Unser „Hamburger Lotsenchor“ (gegründet 1996) besteht ausnahmslos aus früheren Kapitänen auf großer Fahrt, von denen viele noch als Lotsen im Hamburger Hafen oder auf der Elbe tätig und täglich mit der Großschifffahrt in Berührung sind.

Die ungefähr 30 Chormitglieder sind zwischen 45 und 85 Jahre alt und bemühen sich – unter ihrem Chorleiter Michael Georgi – (Akkordeon: Natalia Böttcher – Flöte: Maria Pallasch – Geige: Jutta Hoppe) um möglichst realistische Wiedergabe der Arbeits- und Freizeitlieder der alten Segelschiffszeit des 19. Jahrhunderts. Dies hat wenig mit Romantik und noch weniger mit „Seemannsliedern a la Hafenkonzert“ zu tun. Die „kleine weiße Möwe“ oder „das Seemannsgrab mit Mutter und/oder Braut“ o. ä. kommt bei uns nicht vor.

Das Seemannsleben, das diese Shanties hervorbrachte, war hart, kurz und entbehrungsreich. Eine falsche Romantik oder Rührseligkeit war nicht vorhanden. Letzterem versucht unser Chor gerecht zu werden. Der Chor – bestehend aus gesetzten Männern – kann mit großer „Glitzer- oder Light-show“ nicht aufwarten und es wird sich erweisen müssen, ob dies jemals der Fall sein oder überhaupt angestrebt werden wird. Nicht nur Menschen gesetzten Alters sind jedoch von uns regelmäßig begeistert.
Shanties haben übrigens – aus der Natur der Sache – meist englische Texte. Die Engländer und Amerikaner hatten zur großen Zeit der Segelschiffe eine Flotte, deren jeweilige Größe die deutsche um das bis zu 7-fache übertraf! Viele deutsche und skandinavische Seeleute fuhren damals auf Schiffen englischer Umgangssprache. Die wenigen echten (platt-)deutschen Shanties gehören jedoch zu dem Besten was es in diesem Genre gibt.

Wir singen weil es uns Freude macht. Wir sind mit großem Erfolg mehrmals in England, Norwegen, Russland und den Niederlanden aufgetreten. In der Hamburger Laeiszhalle ebenso wie auf Festivals an unseren Küsten und im Binnenland, in Museen und auch in Kirchen verschiedener Konfessionen.
Wir suchen leider immer noch vergeblich einen Sponsor der uns durch einen Beitrag zu unseren erheblichen Reisekosten unter die Arme zu greifen vermag und müssen vorerst unsere Aktivitäten entsprechend kalkulieren. Einladungen in die USA, nach Boston, New York, Washington D.C. und Chicago, Großbritannien, Norwegen und Frankreich können deshalb nicht angenommen werden.

Wir haben sechs CDs besungen, die Sie sich unter dem Link “ Unsere CDs “ anhören und über das Kontaktformular dieser Homepage bei uns bestellen können.

History Translation by Anke Stam, Australia

Our “Hamburger Lotsenchor” (Hamburg Pilots Choir), established 1996, consists only of former Master Mariners, of whom many are still working as pilots in the port of Hamburg or on the river Elbe and who are daily in contact with large sea going vessels.

The approximately 30 choir members are between 45 and 85 years old (they are directed by Michael Georgi, with Natalia Böttcher on the accordion, Maria Pallasch on the flute and Jutta Hoppe on the violin) and are endeavouring to present the work and leisure songs of the old sailing ships of the 19th century as realistically as possible. The songs have little to do with romantic music and less with ditties sung at Harbour Concerts, posing as Shanties.

The life of the seafarers, which brought forth these shanties, was hard, short and deprived. A romantic touch was out of the question. This, our choir aims to be true to. The choir is not interested in a glamour show, and time will tell if they will ever attempt to go this way. It is not only older people which are repeatedly thrilled by our performances though.

Shanties are mostly written in English due to the English and American sailing fleets at the time being up to 7 times the size of the German fleet! Many German and Scandinavian seafarers were sailing on ships where English was the main language. The very few true (low) German shanties are, never the less, some of the best in the genre.

We are singing, because we enjoy singing. We have repeatedly performed with great success in England, Norway, Russia and the Netherlands. Our performances in Germany have taken us to the Laeiszhalle (Hamburg Philharmonic Concert Hall), to festivals along the coast as well as inland, into museums, cathedrals and churches of different denominations.

We are still looking for a sponsor who might be able to assist us with travelling costs and for the time being have to calculate our activities carefully. Invitations to the States, to Boston, New York, Washington DC and Chicago, Great Britain, Norway and France are out of our legue for that reason.

We have produced six CDs so far, which you can listen in to and order via “Kontakt” page on this homepage.